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Eine Moorschutzstrategie für Deutschland – Expertinnen und Experten diskutieren


Rund 5 % der Treibhausgasemissionen Deutschlands stammen aus entwässerten Mooren. Um die Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen, ist daher eine Wiedervernässung von Moorböden erforderlich, die auch weitere positive Effekte mit sich bringt und unter anderem den Schutz von Biodiversität fördert. Vor diesem Hintergrund strebt die Bundesregierung die Erarbeitung einer Moorschutzstrategie des Bundes sowie die Umsetzung erster Maßnahmen noch in dieser Legislaturperiode an. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat in diesem Zusammenhang das IfLS im Rahmen eines Forschungsvorhabens mit der Erarbeitung von fachlichen Grundlagen beauftragt.

Um an den aktuellen Wissensstand und an laufende Diskussionen anzuknüpfen, fand am 2. und 3. September 2019 ein Workshop mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden statt, die mit verschiedensten Aspekten des Moorschutzes befasst sind. Das IfLS war mit der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung dieses Workshops in Bonn betraut.

Frau Nitsch (IfLS) gab zunächst einen Überblick zu aktuellen Handlungsfeldern und Maßnahmen im Moorschutz. Externe Impulsvorträge beleuchteten die Bereiche Wassermanagement und Bodenschutz, Naturschutz und Biodiversität sowie Moorschutz speziell auf landwirtschaftlichen Flächen. In vier parallelen Arbeitsgruppen wurden anschließend bestehende und zukünftige Herausforderungen und Ansatzpunkte für den Moorschutz diskutiert.

Die Ergebnisse der Recherchen und des Workshops werden derzeit in einem Bericht für das BfN zusammengefasst. In einem nächsten Schritt werden Schwerpunktthemen identifiziert, die weiter ausgearbeitet werden und zu denen im November ein zweiter Expertenworkshop stattfinden wird.

Ansprechpersonen am IfLS: Heike Nitsch (nitsch@ifls.de), Jörg Schramek (schramek@ifls.de), Ulrich Gehrlein (gehrlein@ifls.de)