Aktuelles
Vernetzt für die Zukunft: Möglichkeiten, wie Wissen in der Landwirtschaft weitergegeben wird
Wie gelingt es, Wissen aus Forschung und Praxis so weiterzugeben, dass es wirklich bei den Menschen ankommt? Gerade in Themenfeldern, die eine enge Zusammenarbeit verschiedenster Bereiche und Akteure erfordern – von landwirtschaftlicher Praxis über Forschung bis hin zu Beratung und Politik – spielen Vernetzungs- und Wissensplattformen eine entscheidende Rolle.
Denn moderne Wissensvermittlung bedeutet heute weit mehr als das reine Veröffentlichen von Forschungsergebnissen. Gefragt sind digitale und interaktive Angebote, die Austausch ermöglichen, Menschen zusammenbringen und praxisnahe Informationen leicht zugänglich machen.
Genau hier setzen unterschiedliche Plattformen an – jeweils mit eigenen Schwerpunkten:
Die Plattform Farmwissen verbindet praxisnahe Inhalte, digitale Tools und Community-Angebote miteinander. Austauschformate wie Discord fördern zusätzlich die direkte und zugängliche Vernetzung und den Wissenstransfer.
EU-FarmBook bietet einen interaktiven, mehrsprachigen Zugang zu Ergebnissen EU-kofinanzierter Projekte, unter anderem aus Horizon Europe oder EIP-Agri, und vernetzt land- und forstwirtschaftliche Akteure auf verschiedenen Ebenen – von nationaler bis zur EU-Ebene.
ÖLAF wiederum bringt ökologische Landwirtschaftsbetriebe mit Forschungseinrichtungen für konkrete Forschungsprojekte zusammen und stärkt damit die praxisnahe Öko-Forschung.
Auch wenn die Plattformen unterschiedliche Ansätze verfolgen, verbindet sie ein gemeinsames Ziel: Wissen zugänglich machen, Menschen vernetzen und Innovationen in die Praxis bringen. Zusammen bilden sie eine wichtige Grundlage für die Wissensvermittlung – zeitgemäß, benutzerfreundlich und mit vielfältigen Methoden und Tools. Sie schaffen Orientierung, ermöglichen Austausch und bieten kompetente Anlaufstellen für unterschiedlichste Fragestellungen.
Gemeinsam innovativ: Warum Netzwerke den Unterschied machen - Webinar-Serie
Innovationen brauchen Austausch, Zusammenarbeit und starke Netzwerke. Genau darum geht es in der vierteiligen Webinar-Reihe „Gemeinsam innovativ: Warum Netzwerke den Unterschied machen“, die im Rahmen von ATTRACTISS von Agrathaer, der Landwirtschaftskammer Österreich, der Wirtschaftsagentur Burgenland und der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein organisiert wird.
Die Reihe zeigt praxisnah, wie Netzwerke Innovationen fördern, Wissenstransfer stärken und nachhaltige Zusammenarbeit ermöglichen können. Durch fachliche Impulse, Praxisbeispiele und Austauschformate erhalten Teilnehmende konkrete Ansätze und neue Perspektiven für die eigene Arbeit und den Aufbau wirksamer Netzwerke.
Der ersten beiden Termine haben bereits stattgefunden: Am 23. April 2026 wurde sich der Rolle von Netzwerken als Treiber für Innovation und Kooperation gewidmet. Durch Beiträge von Vertretern des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. und der LEADER-Region Holzwelt Murau wurde das Thema anschaulich und praxisnah aufgegriffen und stellt einen erfolgreichen Start für diese Reihe dar. Am 28. Mai 2026 ging es dann um Erfolgsfaktoren guter Netzwerkarbeit. Neben der Präsentation von ATTRACTISS und der AKISconnect-Plattform durch Anita Beblek (Agrathaer GmbH) gaben Vertreterinnen und Vertreter des FemAgrar Austria Netzwerks, von StartUp Schleswig-Holstein e.V. sowie des Humus-Klima-Netzwerks praxisnahe Einblicke in ihre Netzwerkaktivitäten und zeigten auf, welche Faktoren zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit und nachhaltigen Vernetzung beitragen.
Die weiteren beiden Webinare behandeln die Dynamik von Netzwerken im Innovationssystem (am 25. Juni 2026) sowie deren langfristige und nachhaltige Wirkung (am 23. Juli 2026) – begleitet von weiteren erfahrenen Expertinnen und Experten sowie Praxisakteuren.
Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an Akteure aus Landwirtschaft, Beratung, Forschung und Regionalentwicklung sowie an alle Interessierten rund um Innovation und Vernetzung. Die Anmeldung ist über AKISconnect möglich und kann gerne im eigenen Netzwerk geteilt werden.
AKIS-Workshop 2026: Wie wird Wissen wirksam? - Zweiter Bundesweiter AKIS-Workshop
Wie gelingt es, Wissen, Innovation und Praxis so zusammenzubringen, dass daraus echte Wirkung entsteht? Der zweite bundesweite AKIS-Workshop am 9. und 10. September 2026 in Iden setzt sich mithilfe vielfältiger Formate mit dieser Frage auseinander.
Die Veranstaltung bringt AkteurE aus Bildung, Beratung, Forschung, Praxis und Verwaltung zusammen, um gemeinsam über die Zukunft des agrarischen Wissens- und Innovationssystems (AKIS) zu diskutieren – interaktiv, praxisnah und mit viel Raum für Austausch und Vernetzung.
Auf dem Programm stehen Workshops zu Themen wie digitale Innovationen, Wissensflüsse, Hofnachfolge oder interaktive Innovationsprozesse – und damit zu aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen rund um die Zukunft der Landwirtschaft. Ergänzt wird das Programm durch spannende Praxis-Einblicke – sowohl durch den „Markt der Inspiration“ als auch direkt am Standort Iden – sowie vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken.
Der Workshop wird von der Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat organisiert.
- 09.–10. September 2026 | Iden (Zentrum für Tierhaltung und Technik der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG))
- Anmeldung über dvs-Veranstaltungen möglich
Zusammenarbeit neu denken - Vernetzungsworkshop für Operationelle Gruppen und Zusammenschlüsse
Am 19. März organisierte das IfLS im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) und in Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz einen länderübergreifenden Vernetzungsworkshop in Wiesbaden-Naurod. Unter dem Titel „Zusammenarbeit, die (nicht) funktioniert – Gutes gemeinsames Arbeiten in Operationellen Gruppen und Zusammenschlüssen“ kamen mehr als 40 Teilnehmende aus Hessen und Rheinland-Pfalz zusammen, um sich über die Zusammenarbeit in transdisziplinären Projekten auszutauschen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gute Zusammenarbeit in Operationellen Gruppen und Zusammenschlüssen gelingen kann. Dort, wo Praxis, Wissenschaft, Beratung und Agribusiness zusammenarbeiten, treffen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Arbeitsweisen aufeinander. Das bietet großes Potenzial für Innovationen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich - etwa bei der Klärung von Rollen, im Umgang mit Daten und technischen Werkzeugen oder in der Verständigung zwischen den beteiligten Partnern.
Die Vernetzungsveranstaltung bot Raum, diese Fragen gemeinsam aufzugreifen und Erfahrungen aus den Projekten auszutauschen. Das Programm verband Projektvorstellungen aus Hessen und Rheinland-Pfalz mit einem interaktiven Austausch zu Herausforderungen und Potenzialen der Zusammenarbeit sowie einem Workshop zur erfolgreichen Zusammenarbeit in transdisziplinären Gruppen.
Als Innovationsdienstleister für Hessen und Rheinland-Pfalz begleitet das IfLS die Vernetzung und den Austausch der Akteurinnen und Akteure in beiden Bundesländern. Der Workshop setzte hierfür einen wichtigen Impuls und stärkte die länderübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen von EIP-Agri und der Förderung der Zusammenarbeit.
EU-GAP-Netzwerkkonferenz „Wasserresilienz in der Landwirtschaft: Innovation in der Praxis“
Die EU‑CAP‑Netzwerk‑Konferenz „Wasserresilienz in der Landwirtschaft: Innovation in der Praxis“ ist ein dreitägiges Event, das vom 19. bis 21. Mai 2026 in Hamburg stattfindet.
Sie bringt etwa 300 Teilnehmende aus der gesamten EU zusammen – aus den Bereichen wie Landwirtschaft, Forschung, Beratung etc. - um praktische, innovative Lösungen zur Stärkung der Wasserresilienz in der Land‑ und Forstwirtschaft zu präsentieren und zu diskutieren. Schwerpunkte sind u. a. kreislauforientiertes Wassermanagement, klimaresiliente Anbausysteme, digitale Tools für Bewässerung, naturbasierte Lösungen, Boden‑ und Wassermanagement.
Die Konferenz bietet Praxisbeispiele, interaktive Workshops, einen Innovationsmarkt, Feldbesuche und viele Möglichkeiten zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch, und eine Teilnahmeanmeldung ist bis zum 9. Februar 2026 hier möglich.
Cross-Visits für EIP-Agri Operationelle Gruppen
Die EU‑CAP‑Netzwerk‑Initiative „Cross‑Visits“ sind transnationale Lern‑ und Austauschbesuche, die die Operationellen Gruppen im Rahmen von EIP-Agri zusammenbringen. Ziel ist es, praxisnahe Innovationen, Erfahrungen und Lösungsansätze zu teilen, voneinander zu lernen und Netzwerke über Ländergrenzen hinweg aufzubauen. OG‑Mitglieder können sich bewerben, um einen Besuch auszurichten und/oder daran teilzunehmen. Für 2026 werden drei Themen‑Cross‑Visits angeboten, die in der Woche vom 15.–19. Juni 2026 stattfinden sollen:
- Pflanzengenetische Ressourcen,
- Robotik und künstliche Intelligenz und
- Produktion von Proteinpflanzen unter dem Einfluss des Klimawandels.
Die genauen Orte werden nach Auswahl der gastgebenden OGs bekannt gegeben. Sie können sich bis zum 20. Februar 2026 hier bewerben.
Bundesweites EIP-Netzwerktreffen „Dem Klimawandel mit Innovationen begegnen“ am 5.-6.11.2025 in Hamburg
Wie kann Landwirtschaft dem Klimawandel begegnen und dabei innovativ, nachhaltig und wettbewerbsfähig bleiben? Ansätze wie Agri-Photovoltaik, Agroforst oder Digitalisierung zeigen Potenziale, doch es bleiben Fragen.
Die Veranstaltung rückt Innovationen aus EIP-Projekten und ihre Persönlichkeiten in den Fokus. Ein besonderes Highlight bei dieser Veranstaltung wird der Innovationsmarkt, der Raum für Austausch, Vernetzung und Mitgestaltung bietet. Hier können sich Projekte und Initiativen, auch außerhalb von EIP-Agri, präsentieren und neue Partnerschaften anstoßen. Ergänzt wird das Programm durch Kurz-Pitches aus dem Netzwerk, bei denen innovative praxisnahe Ansätze in kompakter Form vorgestellt werden. In Workshops werden Methoden zum Verständnis und zur Umsetzung von Innovationsprozessen vermittelt. Es wird ein Blick auf die Rolle der Wirtschaft und von Start-Ups in EIP-Projekten geworfen. Außerdem wird die Vermittlung und Übertragung von Erkenntnissen aus EIP-Agri speziell im Klimabereich diskutiert.
Aktive und Ehemalige aus dem EIP-Agri-Netzwerk sowie alle Interessierten aus Praxis, Forschung und Beratung sind herzlich eingeladen.
Zur Anmeldung:https://www.dvs-gap-netzwerk.de/eip-hamburg
EIP-Agri bei den DLG-Feldtagen 2026
Wenn Sie den Austausch mit der landwirtschaftlichen Praxis suchen und Ihre Projektergebnisse einem Fachpublikum aus landwirtschaftlicher Praxis, Beratung und Wissenschaft vorstellen wollen, sind die DLG-Feldtage eine gute Gelegenheit dafür!
Die DLG-Feldtage 2026 finden vom 16. bis 18 Juni 2026 beim Internationalem DLG-Pflanzenbauzentrum in Bernburg/Sachsen-Anhalt statt. Sie sind Deutschlands größte Feldtage und finden alle zwei Jahre statt. Die Pflanzenbau-Fachmesse bringt 15.000-20.000 Interessierte aus Praxis, Beratung, Verwaltung und Wissenschaft zusammen und bietet eine ideale Plattform für den praxisnahen Austausch.
Weitere Informationen zu den DLG-Feldtagen finden Sie auf der Homepage.
Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) unterstützt interessierte Operationelle Gruppen dabei, Ihre Projekte einem interessierten Publikum vorzustellen und ihr Fachwissen weiterzugeben. Am gemeinsamen Stand der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wird es dazu einen eigenen EIP-Bereich geben.
So können Sie teilnehmen:
Senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 15. Oktober 2026 per E-Mail an die DVS (beatrice.tobisch(at)ble.de) und erläutern Sie, warum Ihr Projekt bei den DLG-Feldtagen präsentiert werden sollte und wie Sie Ihre Ergebnisse vorstellen möchten.
Eine Jury wählt die besten Vorschläge bis Ende Oktober 2025 aus.
Nach Auswahl übernimmt die DVS für eine Person pro OG die Eintritts- und Reisekosten (An-/Abreise und Hotel).
3,25 Mio. Euro für Innovation und Zusammenarbeit - Förderbescheide für 6 hessische Projekte
Am 20. August 2025 überreichte Daniel Köfer, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Förderbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 3,25 Mio. Euro an sechs neue Projekte der „Innovation und Zusammenarbeit in Hessen“. Zu Gast auf dem Hofgut Entenfang von Familie Fuchs in Birstein – die ebenfalls seit 2024 an dem EIP-Agri-Vorhaben InDiA teilnimmt – trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der fünf neuen Operationellen Gruppen (OG), dem einen neuen Zusammenschluss sowie der Projektgruppe Innovation und Zusammenarbeit und des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, um gemeinsam die Übergabe der Förderbescheide zu feiern.
Die große Diversität der Vorhaben der Innovation und Zusammenarbeit wurde auch an diesem Tag wieder deutlich. Wie auch die bis dato insgesamt 52 geförderten Vorhaben, so unterscheiden sich auch die sechs neuen Vorhaben sehr stark voneinander (siehe folgender Artikel). Wir gratulieren der
- OG AGRALGA: Mikroalgenbiomasse als Düngemittel
- OG aimGrassland: Artificial Intelligence for Maintenance of Grassland – KI für die Pflege von Grünland
- OGRingelblume: Standortangepasster Ringelblumenanbau: Ertrags- und Qualitätsoptimierung
- OGNachhaltige & effiziente Imkerei: Ressourcenschonend und effizient Imkern für eine nachhaltige Zukunft
- OG EquiFit&VetHappy: Digitalisierung der Pferdegesundheitsdatenerfassung zur Optimierung der tierärztlichen Versorgung
sowie dem Zusammenschluss
- Extrawurst 2.0: Kooperation und Wissenstransfer für hofnahe, handwerkliche Fleischverarbeitung
herzlich zur Förderung und wünschen einen guten Projektstart. Mit der diesjährigen Bescheidübergabe werden/wurden nunmehr insgesamt 58 Vorhaben der Innovation und Zusammenarbeit (hiervon 48 EIP-Agri Vorhaben und 10 Vorhaben der Zusammenarbeit) in Hessen umgesetzt! Mehr Informationen zur Bescheidübergabe finden Sie hier. Weitere Informationen in den Projekten werden in Kürze hier verfügbar sein.
Informationsveranstaltung zu EU-Förderprogramm Horizon Europe (Cluster 6)
Am 23. April 2025 fand im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat in Wiesbaden eine hybride Informationsveranstaltung zum EU-Rahmenprogramm Horizon Europe (Cluster 6) statt. Unter dem Titel „Von Hessen nach Europa: Möglichkeiten für die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft“ erhielten knapp 80 Teilnehmende einen praxisnahen Überblick über Förderchancen in den Bereichen Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt.
Neben Fachvorträgen zu Fördermöglichkeiten und Beteiligungswegen stellten Expertinnen und Experten erfolgreiche Projekte wie BeeGuards und MIXED vor und gaben wertvolle Einblicke in Chancen, Herausforderungen und Best Practices. Ziel der Veranstaltung war es, Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis in Hessen zu informieren, zur Beteiligung zu motivieren und neue Kooperationen im europäischen Forschungs- und Innovationsumfeld anzustoßen.
Zwei weitere erfolgreich abgeschlossene EIP-Agri-Projekte in Hessen
In Hessen arbeiten Praxis, Forschung, Beratung sowie weitere relevante Akteure seit acht Jahren in OGen und Kooperationen zusammen und setzen gemeinsam innovative und kreative Projektideen um. Neben den bereits in der letzten und der neuen Förderperiode insgesamt 58 bewilligten und davon bereits 36 abgeschlossenen OGn und Kooperationen konnten in den letzten Monaten u.a. folgende zwei weitere Vorhaben ihr Projekt abschließen:
- OG Zukunftsfähiger Bienenwald: Innovative Ideen im Forst zu erweitertem Nahrungsangebot für Bienen und bestäubende Insekten
- OG Lupus Repel: Absicherung der Weidetierhaltung durch angewandtes Wildtiermanagement
Ausführliche Informationen zu den Vorhaben sowie zu den Ergebnissen finden Sie im jeweiligen Abschlussbericht, welche in der EIP-Datenbank der DVS hochgeladen sind.
Broschüre über EIP-AGRI Innovation Awards 2024
Das EU-GAP-Netzwerk organisierte die EIP-AGRI Innovation Awards 2024, mit denen herausragende Vorhaben gewürdigt und ausgezeichnet wurden, die innovative Verfahren, Lösungen, Produkte und Prozesse entwickelt haben.
Die Operationelle Gruppe (OG) Hanfanbauer Werra-Meißner konnte den EIP-Agri Innovation Award 2024 in der Kategorie „Geschäftsmodelle in Lebensmittelversorgungsketten“ nach Hessen holen. Die Preisverleihung fand am 07. Mai 2024 bei der europäischen Konferenz des EU-GAP-Netzwerks „Operationelle Gruppen von EIP-AGRI: Innovation in der Praxis“ in Estoril, Portugal statt.
Derzeit gibt es europaweit mehr als 3.400 OGn im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft – EIP-Agri. Für den EIP-Agri Innovation Award wurden aus über 240 EU-weiten Bewerbungen insgesamt 30 OGn in sechs Preiskategorien nominiert, darunter drei Projekte aus Deutschland. Neben einem Projekt aus Brandenburg wurden die OG Hanfanbauer Werra-Meißner und die OG Tierwohl Milch-Vieh Hessen aus Hessen vorgeschlagen.
Nun wurde durch das EU-GAP-Netzwerk eine Broschüre erstellt, die die herausragenden OGn vorstellt, die für die EIP-AGRI Innovation Awards 2024 nominiert und ausgezeichnet wurden.
Weitere Informationen und die Broschüre zum Runterlanden finden Sie hier.
Fruchtbarer Austausch beim EIP-Agri Vernetzungsworkshop in Rheinland-Pfalz: „Inno-vationen teilen – Wissen multiplizieren“
Am 11. Dezember 2024 fand die Vernetzungsveranstaltung „Innovationen teilen – Wissen multiplizieren“ in Mainz statt. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen organisiert, um EIP-Agri Akteure beider Länder zu vernetzen, Kapazitätsaufbau für das Innovationsmanagement zu betreiben und neue Wege der Projektkommunikation zu gehen. Die rund 50 Teilnehmenden kamen in zwei Workshopphasen in eine intensive Zusammenarbeit.
1. Workshop: „Innovationsmanagement – Von der Idee zum Projekt“
Die Teilnehmenden lernten die „Innovationsspirale“ als Methode zur Projektentwicklung kennen. Zudem wurden die Modulbausteine aus dem InnoCSA Projekt vorgestellt. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden darauf aufbauend praktische Ansätze zur Strukturierung und Umsetzung von innovativen Ideen in den Bereichen Ackerbau, Gemüsebau, Tierhaltung, Obstbau, Weinbau und Ehrenamt
2. Workshop: „Tue Gutes und rede darüber“
Peter Berndgen von agro-kontakt stellte in seinem Vortrag Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit als Erfolgsfaktor für EIP-Projekte vor. Darüber hinaus bot er ein umfangreiches „Ideenbuffet“ mit kreativen Ansätzen zur erfolgreichen Kommunikation von Projektergebnissen an.
Die Veranstaltung mündete schließlich in einen offenen Abschluss, der von den Teilnehmenden rege für das Knüpfen neuer Kontakte und den Ideenaustausch genutzt wurde. Im Jahr 2025 wird Hessen die gemeinsame Vernetzungsveranstaltung ausrichten.
2,5 Mio. Euro für Innovation und Zusammenarbeit - Förderbescheide für 7 hessische Projekte
Am 10. September 2024 überreichte Annette Enders, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft des HMLU, Förderbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 2,5 Mio. Euro an sieben neue Projekte der „Innovation und Zusammenarbeit in Hessen“. Zu Gast auf dem Betrieb Markus Bücher in Wiesbaden-Delkenheim – der ebenfalls seit 2023 an dem EIP-Agri-Vorhaben SIKAZIKA teilnimmt – trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der drei neuen Operationellen Gruppen (OG), der vier neuen Zusammenschlüsse sowie der Projektgruppe Innovation und Zusammenarbeit und des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, um gemeinsam die Übergabe der Förderbescheide zu feiern.
Die große Diversität der Vorhaben der Innovation und Zusammenarbeit wurde auch an diesem Tag wieder deutlich. Wie die bis dato insgesamt 45 geförderten Vorhaben (40 EIPs und 5 Vorhaben der Zusammenarbeit) so unterscheiden sich auch die sieben neuen Vorhaben sehr stark voneinander (siehe folgender Artikel). Wir gratulieren der
- OG „Innovative Direktsäer im Ackerbau“
- OG „Potenziale der oszillierenden Mähtechnik“
- OG „Wildsaatgut in der Landwirtschaft“
sowie den Zusammenschlüssen
- Rheingauer Wasser- und Bodenverband
- Rhöner Streuobstpakt
- Direktvermarktungslogistik
- IG Sport im ländlichen Raum
Wir graturlieren herzlich zur Förderung und wünschen einen guten Projektstart. Mit der diesjährigen Bescheidübergabe werden/wurden nunmehr insgesamt 52 Vorhaben der Innovation und Zusammenarbeit (hiervon 43 EIP-Agri Vorhaben und 9 Vorhaben der Zusammenarbeit) in Hessen umgesetzt!
Mehr Informationen zur Bescheidübergabe finden Sie hier. Weitere Informationen in den Projekten werden in Kürze hier verfügbar sein.
Hessisches Hanfprojekt gewinnt Europäischen Innovationspreis EIP-Agri 2024
Die Operationelle Gruppen (OG) Hanfanbauer Werra-Meißner hat den EIP-Agri Innovation Award 2024 in der Kategorie „Geschäftsmodelle in Lebensmittelversorgungsketten“ nach Hessen geholt. Die Preisverleihung fand am 07. Mai 2024 bei der europäischen Konferenz des EU-GAP-Netzwerks „Operationelle Gruppen von EIP-AGRI: Innovation in der Praxis“ in Estoril, Portugal statt.
Derzeit gibt es europaweit mehr als 3.400 OG im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft – EIP-Agri. Für den EIP-Agri Innovation Award wurden aus über 240 EU-weiten Bewerbungen insgesamt 30 OG in sechs Preiskategorien nominiert, darunter drei Projekte aus Deutschland. Neben einem Projekt aus Brandenburg wurden die OG Hanfanbauer Werra-Meißner und die OG Tierwohl Milch-Vieh Hessen aus Hessen vorgeschlagen. Unter großem Applaus von rund 600 Konferenzteilnehmenden nahmen Uwe Roth und Freya Fehr vom Kreisbauernverband Werra-Meißner e.V. den EIP-Agri Innovation Award in der Kategorie Geschäftsmodelle in Lebensmittelversorgungsketten entgegen. Ziel der EIP-Agri Innovation Awards war es, herausragende Projekte zu würdigen, die innovative Verfahren, Lösungen, Produkte und Prozesse entwickelt haben. Neben den beiden nominierten hessischen OGen, nahmen auch die hessischen OGen Antago Senecio und Kornsorghum für Hessen an der Konferenz in Portugal teil.
Zur OG Hanfanbauer Werra-Meißner: Die Hanfpflanze gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt, doch ihr Anbau in Hessen ist noch begrenzt. Um dieses Potenzial zu nutzen, haben sich neun Landwirte aus dem Werra-Meißner-Kreis zusammengeschlossen, um den Nutzhanfanbau in Nordhessen zu etablieren. Mit Partnern aus Verarbeitung und Vermarktung haben sie Produkte wie Hanföl entwickelt. „Ein Projekt von Landwirten für Landwirte“, sagte Freya Fehr (KBV Werra-Meißner) bei der Preisverleihung. Auch nach Abschluss des Projekts im Dezember 2023 arbeiten die Landwirte im Werra-Meißner-Kreis eng zusammen. Jährlich werden zwischen 60 und 120 Hektar Nutzhanf angebaut. Die Hanfnüsse und das Stroh werden vermarktet: Taubenzüchter nutzen die Nüsse, während das Stroh pelletiert wird. Diese Pellets, bestehend aus den Stängeln der Hanfpflanze, finden vielfältige Anwendungen, etwa als Einstreu in der Tierhaltung oder als Substrat für die Hobbypilzzucht.
Die Leitung des Projekts wurde vom Kreisbauernverband Werra-Meißner e.V. übernommen und durch den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen unterstützt. Der Wettbewerbsbeitrag kann hier eingesehen werden.
Sehen Sie hierzu auch einen kurzen Rückblick auf die Konferenz und eine Zusammenfassung der Gewinnerinnen und Gewinner in einem zweiminütigen Film des EU-CAP-Netzwerkes.
Weitere Informationen über die Konferenz und die einzelnen Gewinnerinnen und Gewinner finden Sie auf der Veranstaltungsseite.
Abschlussveranstaltung der OG Tierwohl-Milchvieh Hessen: Einblick in Innovationen für bessere Tierhaltung
Am 25. Juni 2024 fand auf dem Eichhof die Abschlussveranstaltung der OG Tierwohl-Milchvieh Hessen statt. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Frau Klinkel vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und Frau Mawick (LLH, Landwirtschaftszentrum Eichhof), präsentierte Frau Krähling vom Institut für Ökologischen Landbau
(IfÖL) die Hintergründe und Ergebnisse des Projekts. Neben einem theoretischen Überblick über Tierwohl und Tierwohlindikatoren wurde ein Fokus auf die Ergebnisse der Erhebung mittels des Tierwohl-Tools auf 40 hessischen Betrieben und das entwickelte Tierwohl-Tool gelegt.
Anschließend stellte Frau Klinkel die neu entwickelte Tierwohl-App vor, die aus dem weiterentwickelten Excel-Tool des Projekts hervorgegangen ist. Sie informierte darüber, dass die App bereits im Play Store (Download hier) verfügbar ist (eine Version für Apple/iOS folgt später).
Nach der Mittagspause ging es in den Stall, wo die App direkt am Tier vorgeführt wurde. Nach der Eingabe allgemeiner Angaben zum Stall erfolgt die Einzeltierbeurteilung. Die Ergebnisse werden in Form eines Spinnennetzdiagramms und eines PDF-Berichts, der direkt an die in der App hinterlegte E-Mail-Adresse versendet wird, ausgegeben.
Besonders hervorgehoben wurde, dass die Entwicklungen in enger Zusammenarbeit mit der Praxis entstanden sind. Die vielseitigen Präsentationen und Diskussionen zeigten eindrucksvoll, wie Innovationen in der Praxis umgesetzt werden können.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://llh.hessen.de/ueber-uns/projekte/projekte-tier/eip-agri-projekt-tierwohl-milchvieh-hessen/
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