Am 31. März und 1. April fand das dritte Projekttreffen des ReVaCy-Projekts statt. Das Projektteam traf sich in Jaen, Spanien und diskutierte das Vorgehen in der letzten Projektphase.
Einen halben Tag war das Team im Umland unterwegs und besuchte eine Erzeugergenossenschaft von Olivenproduzenten und eine Pomasse-Mühle. In der Pomasse-Mühle besichtigte das Team die Anlagen, die nicht nur Pomasse-Öl aus den Pressrückständen extrahieren, sondern auch Stücke von Olivenkernen und -schalen als Brennstoff, Dünger oder Einstreu aufbereiten. Auch das Wasser, das in den Pressresten vorhanden ist, wird zurückgewonnen.
Die Beispiele zeigen: Olivenölproduktion setzt bereits heute auf viele Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Alles wird genutzt, Abfälle entstehen keine. Gleichzeitig wird derzeit kontrovers diskutiert, ob die Extraktion von Olivenöl die sinnvollste Anwendung ist. Heute bereits etablierte Geschäftsmodelle wie die Biogaserzeugung stößt aufgrund der notwendigen Beimischung von Gülle zum Oliven-Trester bislang auf Ablehnung unter der Bevölkerung und den Betrieben. Innovative stoffliche Nutzungen sind noch nicht flächendeckend aus der Forschung oder kleinen Marktnischen herausgewachsen. Somit bleibt es spannend, wie sich der für die Region Jaen so wichtige Sektor zukünftig aufstellen wird.
Ansprechperson am IfLS: Christoph Mathias (mathias[at]ifls.de)

