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UNESCO rezertifiziert das Biosphärenreservat Rhön für weitere 10 Jahre

Die Wandelhalle in Bad Brückenau war am Abend des 28. Oktober 2025 gut gefüllt: Gefeiert wurde die erneute Anerkennung der Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat. Unter den Gästen befanden sich Vertreter:innen der beteiligten Bundesländer – u.a. der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber, der Thüringer Umweltminister Tilo Kummer und der hessische Umweltstaatssekretär Michael Ruhl – der Landkreise und Kommunen sowie Vertreter:innen der UNESCO-Verwaltungsstellen. Die Vorsitzende des deutschen MAB-Komitees, Dr. Stefanie Hedtkamp, überreichte den drei Landkreisen feierlich die Urkunde – damit darf die Rhön den Titel für weitere zehn Jahre tragen.

Grundlage der erfolgreichen Rezertifizierung ist der Evaluierungsbericht der periodischen Überprüfung, bei dessen Erstellung das IfLS die Biosphärenverwaltungen in Bayern, Hessen und Thüringen begleitet hat. Er dokumentiert zentrale Entwicklungen der vergangenen Dekade und zeigt Perspektiven für die kommenden Jahre auf.

Der Bericht macht deutlich: Das Biosphärenreservat Rhön bleibt eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Neue Projekte wurden initiiert, etablierte Programme fortgeführt. Maßnahmen zur Landschaftspflege und zur Förderung der Biodiversität stärken die Schutzfunktion des Gebiets; die Ausweisung eines Abschnitts des „Grünen Bandes“ als Nationales Naturmonument setzt ein starkes Signal für den Naturschutz. Im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens tragen die Dachmarke Rhön und die Apfelinitiative zur regionalen Wertschöpfung und zum Erhalt traditioneller Kulturlandschaften bei. Auch die touristische Entwicklung wurde seit Gründung der Rhön GmbH weiter ausgebaut. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Bildung für nachhaltige Entwicklung – von Biosphärenschulen über Umweltbildungszentren bis hin zu Qualifizierungsangeboten.

Mit Blick nach vorn benennt der Bericht zentrale Herausforderungen: nachhaltige Siedlungsentwicklung, eine zukunftsfähige Landnutzung, klimafreundliche Mobilität und Klimaschutz. Durch stärkere Kooperationen und innovative Modellprojekte soll die Region diesen Aufgaben in den kommenden Jahren begegnen.

Der vollständige Evaluierungsbericht ist hier abrufbar:
https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/unesco-biosphaerenreservat/evaluierung

Ansprechpersonen am IfLS: Svea Thietje (thietje[at]ifls.de), Dr. Ulrich Gehrlein (gehrlein[at]ifls.de)