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RUSTIK & GRANULAR Abschlusskonferenz: Wie Daten, lokales Wissen und Rural Proofing ländliche Räume stärken können

Am 24. und 25. Juni 2026 kamen in Brüssel Akteur:innen aus Forschung, Politik und Praxis zur gemeinsamen Abschlusskonferenz der Horizon-Europe-Projekte RUSTIK und GRANULAR zusammen. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Frage, wie sich Veränderungen in ländlichen Räumen besser erfassen lassen, und welche Rolle neue Daten und territoriale Informationen für die Entwicklung wirksamer politischer Maßnahmen spielen können.

In zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden wurden die Ergebnisse beider Projekte vorgestellt. Deutlich wurde dabei, dass sich viele Herausforderungen ländlicher Räume – von demografischem Wandel über wirtschaftliche Transformationen bis hin zu Klima- und Umweltfragen – nur dann angemessen verstehen lassen, wenn unterschiedliche Wissensformen zusammengeführt werden. Neben statistischen Daten und neuen digitalen Informationsquellen spielen deshalb auch die Erfahrungen und Perspektiven lokaler Akteur:innen eine wichtige Rolle.

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf den Erfahrungen aus den Living Labs, die in beiden Projekten als Räume für Austausch, Co-Kreation und gemeinsames Lernen etabliert wurden. Die Beispiele aus verschiedenen europäischen Regionen zeigten, wie lokale Akteur:innen aktiv in die Erhebung, Interpretation und Nutzung von Informationen eingebunden werden können. Dadurch entstehen Erkenntnisse, die nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch für politische und praktische Entscheidungen vor Ort relevant sind.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Frage, wie die im Projekt entwickelten Daten- und Analyseansätze künftig stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden können. Diskutiert wurde unter anderem, welchen Beitrag neue Datenquellen und territoriale Informationen zur evidenzbasierten Politikgestaltung leisten können und wie Rural Proofing dazu beitragen kann, die Auswirkungen politischer Maßnahmen auf unterschiedliche ländliche Räume frühzeitig sichtbar zu machen.

Für das IfLS, das das Projekt RUSTIK koordiniert, bot die Konferenz die Gelegenheit, gemeinsam mit den Projektpartnern Bilanz nach vier Jahren Projektlaufzeit zu ziehen und die Ergebnisse mit Akteur:innen aus ganz Europa zu diskutieren. Auch wenn die Abschlusskonferenz einen wichtigen Meilenstein darstellt, läuft RUSTIK noch bis Ende des Jahres weiter. Bis dahin werden die Projektergebnisse weiter aufbereitet und ihre Relevanz für die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume in Europa herausgearbeitet.

Ansprechpersonen am IfLS: Simone Sterly, Sarah Peter und Svea Thietje (rustik-coordination(at)ifls.de)