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Diversifizierung eröffnet neue Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe

Eine aktuelle Ad-hoc-Studie im Auftrag des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg zeigt: Investitionen zur Diversifizierung können neue Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe eröffnen. Grundlage der Untersuchung bilden 30 Interviews mit Betrieben, die geförderte Investitionsvorhaben in den Bereichen Gastronomie, Tourismus sowie Verarbeitung und Vermarktung umgesetzt haben. Ziel war es, die mittel- und langfristigen Wirkungen der Investitionen auf die Betriebsentwicklung zu untersuchen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Diversifizierung zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen und zur Zukunftssicherung landwirtschaftlicher Betriebe beitragen kann. Die befragten Personen bewerten ihre Investitionsentscheidungen mehrheitlich positiv. Neben wirtschaftlichen Effekten werden eine größere unternehmerische Eigenständigkeit, der Einstieg weiterer Arbeitskräfte – häufig weiblicher Familienarbeitskräfte – sowie Impulse für die Hofnachfolge genannt. Die Betriebe haben neue Tätigkeitsfelder erschlossen und ihre Angebote überwiegend erfolgreich etabliert.

Gleichzeitig bestehen Herausforderungen. Dazu zählen Kostensteigerungen, teilweise verhaltene Nachfrageentwicklungen, saisonale Belastungen sowie ein hohes Arbeitsaufkommen.

Aufgrund der begrenzten Fallzahl und unterschiedlicher betrieblicher Ausgangssituationen sind die Ergebnisse nicht generalisierbar. Die Erkenntnisse und mögliche Weiterentwicklungen der Diversifizierungsförderung werden in einer Folgestudie vertieft untersucht.


Ansprechperson am IfLS: Hanna Deittrick (deittrick[at]ifls.de)