Anfang September 2026 ist das EU-Projekt „TERRAE – Digital Twins-Enabled Rural Resilience in Agriculture and forEstry" gestartet. Über vier Jahre hinweg entwickelt das Konsortium einen sogenannten Rural Digital Twin (RDT) – ein digitales Abbild ländlicher Territorien, das geografische, ökologische, infrastrukturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren integriert und in einer immersiven Umgebung visualisiert. Ziel ist es, Akteurinnen und Akteure in ländlichen Räumen dabei zu unterstützen, Strategien für eine nachhaltige und resiliente Entwicklung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft zu entwickeln, umzusetzen und zu bewerten.
Am 2. und 3. September 2026 trafen sich die Projektpartnerorganisationen in der Nähe von Trento (Italien) zum Kick-off-Meeting. Im Mittelpunkt standen die Vorstellung der einzelnen Arbeitspakete, die Abstimmung der ersten Arbeitsschritte sowie die Planung der Zusammenarbeit im Konsortium. Koordiniert wird TERRAE von der Fondazione Bruno Kessler (Trento); dem Konsortium gehören 16 Partnerorganisationen aus Italien, Griechenland, Spanien, Slowenien, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Polen und Deutschland an. Das Projekt wird über das Programm Horizon Europe (Cluster 6) mit rund 6 Millionen Euro gefördert.
TERRAE bindet fünf Pilotregionen in Italien, Griechenland, Spanien, Slowenien und dem Vereinigten Königreich unmittelbar ein und erschließt über eine offene Ausschreibung (FSTP) vier weitere ländliche Regionen. Auf dieser Basis sollen sogenannte Multi-Actor Innovation Partnerships (MIPs) aufgebaut werden, die relevante Akteure vor Ort zusammenbringen und mithilfe des Rural Digital Twin in die Entwicklung und Umsetzung von Transformationsprozessen in ihren Territorien einbinden.
Das IfLS verantwortet im Projekt das Arbeitspaket zur Governance von Innovationsökosystemen in den Pilotregionen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren vor Ort – von Landwirtschaft und Forstwirtschaft über Verwaltung bis hin zu zivilgesellschaftlichen Gruppen – so gestaltet werden kann, dass innovationsfördernde Strukturen in den Pilotregionen entstehen und langfristig tragfähig bleiben.
Ansprechperson am IfLS: Carla Wember (wember[at]ifls.de)
