Projektbausteine
Status-Quo regionaler Governance, Sensibilisierung und politischer Rahmenbedingungen

Auf Grundlage einer Dokumentenanalyse strategischer Planungsinstrumente, leitfadenbasierter Interviews mit regionalen Schlüsselakteur:innen sowie einer Akteursanalyse werden die unter-schiedlichen Ausgangsvoraussetzungen der Pilotregionen untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei die bestehenden Ansätze und Strukturen regionaler Governance, Formen der Sensibilisierung, politische Rahmenbedingungen sowie die in den Regionen gesetzten Maßnahmenschwerpunkte zum Wasserrückhalt. Ziel ist es, bestehende Hemmnisse, Optimierungsbedarfe und ungenutzte Potenziale zu identifizieren sowie Dialog- und Klärungsbedarfe innerhalb der Regionen sichtbar zu machen.
Entscheidungsfaktoren und Ansätze zur Aktivierung der Waldbesitzenden

Um die Motivation von Entscheidungsträger:innen im Wald zur Umsetzung von Wasserrückhaltemaßnahmen besser zu verstehen, werden leitfadenbasierte Interviews, eine Online-Umfrage sowie eine kurze schriftliche Befragung als Erhebungsmethoden kombiniert. Im Fokus steht die Frage, welche Faktoren die Entscheidung für oder gegen konkrete Maßnahmen beeinflussen. Dabei werden unter anderem das Fachwissen der Waldbesitzenden und Bewirtschaftenden, günstige Zeitfenster für die Umsetzung, potenzielle Interventionen sowie strukturelle Rahmenbedingungen analysiert.
Dialog und Lösungsansätze in den Reallaboren

In zwei Reallaboren werden zentrale Hebel zur Verbesserung regionaler Governance-Strukturen und Sensibilisierungsansätze untersucht. Zielgruppen sind die Kommunen und regionale Akteur:innen verschiedener Fachbereiche. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Rollen, Aufgaben und Prozesse besser aufeinander abgestimmt werden können, um Kooperation und Wirksamkeit zu stärken. Regionale Stakeholder schlagen für die Pilotregionen konkrete Maßnahmenschwerpunkte im Bereich Wasserrückhalt vor, zu denen sie aktiv beitragen möchten. Im RegioBlau-Projekt sind hierfür eine regionale Auftaktveranstaltung, drei Arbeitsgruppentreffen mit regionalen Stakeholdern und drei Wissenstransferveranstaltungen (z.B. für Kommunen, Waldbesitzende, forstliche Berater, weitere Multiplikator:innen) je Reallabor geplant. Darüber hinaus werden interessierte Gruppen ohne direkte Entscheidungskompetenz, aber mit Bezug zu Wasserrückhaltemaßnahmen, im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung einbezogen.
Arbeitsmaterialien für regionale Akteur:innen und Politikempfehlungen (Synthese)

Die Erfahrungen aus den Reallaboren werden so aufbereitet, dass sie auf andere Regionen über-tragbar sind. Entwickelt werden praxisorientierte Arbeitsmaterialien zur Sensibilisierung und Aktivierung von Kommunen, Waldeigentümer:innen und anderen (z.B. Veranstaltungskonzepte, Checklisten, Handouts). Zur Weiterentwicklung regionaler Governance-Ansätze werden Prozessbeschreibungen und Empfehlungen für die Erarbeitung regionaler Roadmaps erstellt. Abschließend entstehen politische Handlungsempfehlungen mit Impulsen für die Förderung von Wasserrückhaltemaßnahmen.