Details zum Projekt

UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und Landnutzungskonflikte – SDG:LaNuKon


Im Rahmen der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) strebt die internationale Staatengemeinschaft wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit im Rahmen der ökologischen Grenzen unserer Erde an. Die SDGs bestehen aus 17 gleichrangingen Zielen, die u.a. „saubere und bezahlbare Energie“, „Ernährungssicherheit“, oder „Leben an Land“ anstreben. Aus den einzelnen SDGs ergeben sich potenzielle Zielkonflikte, die insbesondere im Rahmen von Planungsprozessen verhandelt werden müssen. Die Diskussion um den Ausbau erneuerbarer Energien zeigt, wie beispielsweise Fragen der Siedlungsentwicklung, der Biodiversität und des Artenschutzes oder der ökonomischen Entwicklung und der Entwicklung der Treibhausgasemissionen auf regionaler Ebene miteinander in Wechselwirkung stehen.

Im Rahmen des Projektes SDG:LaNuKon wird ein Umsetzungskonzept für ein Simulationstool zum Abgleich der SDGs und der Raumanforderungen konkurrierender Landnutzungen am Beispiel erneuerbarer Energien entwickelt. Dieses richtet sich insbesondere an junge Menschen, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und soll die Nutzenden für Schutzziele, die Aushandlung von Landnutzungskonflikten und nachhaltige Entwicklungspfade sensibilisieren. Dabei sollen

  • die Bewertungskompetenz bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien gesteigert,
  • im Rahmen der Umsetzung einzelner SDGs notwendige gesellschaftliche Aushandlungsprozesse aufgezeigt,
  • Handlungsoptionen zur Steuerung von Raumanforderungen erneuerbarer Energien und SDGs aufgezeigt,
  • Konsequenzen verschiedener Entwicklungspfade für die „eigene“ als auch „andere“ Regionen aufgezeigt,
  • und diese auf Basis ethischer Ansätze bewertet werden.

Das Simulationstool soll sowohl in der individuellen Nutzung als auch im begleiteten Rahmen, beispielsweise einem virtuellen Klassenzimmer Anwendung finden.

Koordiniert wird das Projekt an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Das IfLS wird insbesondere für die Eruierung, Beschaffung und Aufbereitung der notwendigen Daten für ein solches Tool verantwortlich sein. Das pädagogisch-didaktische Konzept und das technische Lastenheft werden vom UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation der PH Heidelberg und der Siegmund Space & Education gGmbH entwickelt. Das Projektergebnis stellt ein Lastenheft für die Entwicklung dieses Simulationstools dar.

Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Projekt-Nr.: 

191

Kategorien: 

Information und Wissensvermittlung | Nachhaltigkeit und Resilienz | Klimawandel und Erneuerbare Energien |

Auftraggeber: 

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Laufzeit: 

2019 - 2021

Kontaktperson/en am IfLS: 

Dr. Ulrich Gehrlein, Christoph Mathias

Projektbearbeitung: 

Dr. Ulrich Gehrlein, Christoph Mathias