Details zum Projekt

Potenziale der Kreislaufwirtschaft für die ländliche Entwicklung in Deutschland und Europa


Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass die Produkte und Materialien in Kreisläufen genutzt, wieder genutzt oder zu neuen Produkten verarbeitet werden. Rohstoffe gehen dadurch nicht mehr verloren, indem sie als Müll deponiert oder verbrannt werden. Die Kreislaufwirtschaft verspricht ressourceneffiziente Lösungen. Insbesondere, wenn Produkte so entwickelt werden, dass die Rohstoffe zurückgewonnen werden können oder Geschäftsmodelle wie Leasing, Re-use, Reparatur oder Recycling das Schließen von Kreisläufen erleichtern.

Neben einer effizienteren Ressourcennutzung verspricht die Kreislaufwirtschaft neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, wenn Produkte und Rohstoffe neuen Nutzungen oder Kreisläufen zugeführt werden. Im Rahmen des Vorhabens „Potenziale der Kreislaufwirtschaft für die ländliche Entwicklung in Deutschland und Europa“ wird geklärt, inwiefern die Kreislaufwirtschaft zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen kann. Dabei werden die Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft betrachtet, die Potenziale im ländlichen Raum analysiert, Fallbeispiele untersucht und Handlungsempfehlungen entwickelt.

In einem ersten Schritt werden Strategien und Programme sowie Fördermöglichkeiten der Kreislaufwirtschaft untersucht. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis des Politikfeldes „Kreislaufwirtschaft“ zu erlangen. In einem zweiten Schritt werden Faktoren zur Entwicklung des ländlichen Raums und der Etablierung der Kreislaufwirtschaft identifiziert. Daraus werden Wirkmechanismen der Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum abgeleitet. Diese werden in einem dritten Schritt auf Basis von fünf deutschen und sieben europäischen Fallbeispielen überprüft und angepasst. In einem vierten und letzten Arbeitsschritt werden Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis entwickelt, um die Potenziale der Kreislaufwirtschaft zur Entwicklung ländlicher Räume zu realisieren.

Umgesetzt wird das Vorhaben von der Prognos AG (Koordination) und dem IfLS im Rahmen des BMI-Programms „Region gestalten“ finanziert aus Mitteln des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Projekt-Nr.: 

228

Kategorien: 

Forschung | Regionalentwicklung | Klimawandel und Erneuerbare Energien |

Auftraggeber: 

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR)

Durchführende Organisation: 

Institut für ländliche Strukturforschung e.V.

Projektdauer: 

2021-2023

Kontaktperson/en am IfLS: 

Dr. Ulrich Gehrlein, Christoph Mathias

Projektbearbeitung: 

Dr. Ulrich Gehrlein (gehrlein[at]ifls.de), Christoph Mathias (mathias[at]ifls.de), Svea Thietje