Vom 17. bis 20. November 2025 kam das RUSTIK-Konsortium zu seinem fünften und letzten Projekttreffen in Cheltenham (Großbritannien) zusammen. Die Partnerinstitutionen aus mehreren europäischen Ländern nutzten die Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen und die aktuellen Ergebnisse aus den Living Labs entlang unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte zu diskutieren.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Synthese des Projekts – die Phase in RUSTIK, in der Erkenntnisse aus den erhobenen Daten, erstmals eingesetzten Tools zur Datenerhebung, regionalen Erfahrungen und transdisziplinären Forschungsarbeiten zusammengeführt werden. Übergeordnetes Ziel ist es, das Verständnis ländlicher Transformationsprozesse weiter zu schärfen und fundierte Schlussfolgerungen für Politik und Praxis abzuleiten.
Die thematischen Workshops bildeten den Kern des Treffens. Sie stellten einen wichtigen Schritt dar, um Erkenntnisse aus den 14 Living Labs zusammenzuführen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. An zwei intensiven Workshoptagen wurden vier zentrale Themenfelder vertieft:
- Sozioökonomische Vitalität und ländliche Unternehmen
Hier standen Strategien zur Stärkung ländlicher Unternehmensökosysteme, zur Förderung lokaler Innovation und zur Erhöhung der sozioökonomischen Resilienz im Fokus. Eingebunden waren die Living Labs Mazowieckie und Świętokrzyskie (Polen) sowie die Nockregion–Oberkärnten (Österreich). - Ökologische und institutionelle Transformation
Diskutiert wurden Fragen der Klimaresilienz, nachhaltigen Ressourcennutzung und der Rolle datengetriebener Ansätze für eine integrierte regionale Entwicklung. Die Workshops wurden maßgeblich durch die Living Labs aus Parma–Piacenza–Ferrara (Italien), Galicia und Osona (Spanien) sowie Gloucestershire (UK) gestaltet. - Nachhaltige Ernährungs- und Forstwirtschaftssysteme
Die Living Labs aus Troyan–Apriltsi–Ugarchin (Bulgarien), Garfagnana (Italien) und dem Zaječar District (Serbien) brachten ihre Erfahrungen aus der Weiterentwicklung nachhaltiger Agrar- und Forstwertschöpfungsketten ein. - Sozialer Zusammenhalt und Inklusion
Ein Schwerpunkt lag auf Ansätzen zur Förderung sozialer Teilhabe und lebendiger Gemeinschaften. Impulse kamen aus den Living Labs Rhein-Hunsrück (Deutschland), Osrednjeslovenska regija (Slowenien), North Karelia (Finnland) und Monmouthshire (UK).
Die Workshops ermöglichten einen umfassenden Austausch zwischen Forschung und Praxis und unterstützten die gemeinsame Entwicklung von Ansätzen zur Stärkung von Resilienz, Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion in ländlichen Regionen.
Eine Exkursion in die Pilotregionen Monmouthshire und Gloucestershire bot darüber hinaus Einblicke in lokale Transformationsprozesse und innovative Praxisbeispiele vor Ort.
Das Projekt „RUSTIK“ wird durch die Europäische Union über das Förderprogramm Horizon Europe gefördert und vom IfLS koordiniert. Weitere Informationen finden Sie hier: https://rustik-he.eu/
Ansprechpersonen am IfLS: Simone Sterly, Sarah Peter und Svea Thietje (rustik-coordination@ifls.de)
