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Kurzstudie zu Partnerprogrammen für UNESCO Global Geoparks abgeschlossen


In verschiedenen Kontexten der Regionalentwicklung und Direktvermarktung sind Partnerprogramme seit Jahrzehnten gängig und helfen eine Identifizierung mit den Werten der zu Grunde liegenden Gebietseinheit oder Organisation - dem Markengeber - herzustellen. Neben der Identifikation mit der Region, ist die aktive Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung der Region die zentrale Idee solcher Partnerprogramme.

Die UNESCO Global Geoparks arbeiten ebenfalls seit Jahrzehnten mit Partnerinnen und Partnern, Förderinnen und Förderern und Sponsorinnen und Sponsoren erfolgreich zusammen. Bislang bestand kein eigenes offizielles Partnerprogramm für diese Gebiete. Das IfLS hat daher im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. ein Kurzgutachten erstellt, das sich einem möglichen Partnerprogramm und Konflikten mit „Geopark-spezifischen“ Partnerbetrieben, wie Abbau-, Bau- und Transportunternehmen, widmet.

Abbau-, Bau- und Transportunternehmen verursachen im Falle aktueller wirtschaftlicher Aktivitäten ein erhöhtes Konfliktpotential in Hinblick auf die Werte der UNESCO Global Geoparks. Somit stellt sich hinsichtlich einer Partnerschaft die Frage, ob die Aktivitäten von Geopark-spezifischen Partnerinnen und Partnern und einer nachhaltigen Regionalentwicklung vereinbar sind. Nichts desto trotz sind diese Partnerinnen/Partner häufig eng mit der Entstehung des Geoparks verbunden und können im Bereich der Wissensvermittlung und Identifikation einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der UNESCO Global Geoparks leisten.

Bei der Vergabe von Partner-Labeln oder ähnlichem muss individuell beurteilt werden, ob bei einer Partnerschaft die Glaubwürdigkeit des UNESCO-Emblems und die damit verbundenen Werte grundsätzlich in Frage stehen.

Das Kurzgutachten dient der internen strategischen Ausrichtung der deutschen UNESCO-Kommission.

Ansprechpartnerin und -partner am IfLS: Dr. Ulrich Gehrlein und Nicola von Kutzleben