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Kulturlandschaft und zirkuläre Bioökonomie in Irland – das 2. iCEAR-Treffen in Irland

Im Mittelpunkt des zweiten Treffens am 26. und 27. November stand die Frage, wie zirkuläres Wirtschaften in ländlichen Räumen aussehen kann. Anhand konkreter Beispiele sahen die Projektpartner, wie lokale Akteure, Unternehmen und Zivilgesellschaft eng zusammenarbeiten und so Kreisläufe schließen, erneuerbare Energie nutzen und regionale Ressourcen und Potenziale verantwortungsvoll in Wert setzen.
Tourismus mit geringem Fußabdruck gelingt mit eigener Regenwassernutzung und Abwasseraufbereitung. Die Nutzung erneuerbarer Energien macht Sozialunternehmen und die Angebote in Gemeinschaftshäusern unabhängig von globalen Energiepreisentwicklungen. Ein Höhepunkt des Treffens war der Besuch in einer lokalen Brauerei, die zirkuläre Prinzipien entlang der gesamten Wertschöpfungskette anwendet: von gebrauchten Anlagen und Wärmerückgewinnung über geschlossene Reinigungsprozesse bis hin zu Mehrwegverpackungen und der Rückführung von Maische in die Landwirtschaft (Viehfutter). Die Beispiele machten deutlich, dass Kreislaufwirtschaft weniger als Schlagwort, sondern vielmehr als praxisnahes Gestaltungsprinzip verstanden wird. Mittags und abends gab es regionale Küche. 
Das Treffen unterstrich, dass erfolgreiche politische Instrumente auf lokaler Ebene vor allem durch Netzwerke, Zusammenarbeit und die Unterstützung konkreter Aktivitäten wirken. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in den weiteren Austausch der iCEAR-Partner ein und tragen zur Weiterentwicklung zirkulärer Strategien in ländlichen Regionen Europas bei.

Ansprechpersonen am IfLS: Christoph Mathias (mathias[at]ifls.de)