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Genussrechte, Solawi und Co.: Erste Befragungsergebnisse zur Nutzung alternativer Finanzierungsformen entlang der Wertschöpfungskette für ökologische Lebensmittel


Auf dem 3. BioFinanz-Projekttreffen am 5. Juni 2018 an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde wurden die ersten Ergebnisse aus der Online-Befragung von Betrieben entlang der Wertschöpfungskette für ökologische Lebensmittel zur Nutzung alternativer Finanzierungsformen vorgestellt und deren Implikationen für die kommende Fallstudienarbeit diskutiert.

Auch wenn aufgrund der Beteiligung an der Befragung keine Repräsentativität vorausgesetzt werden kann, bieten die Ergebnisse neue Einblicke in die Verbreitung, Modalitäten und Beweggründe für die Nutzung von alternativen Finanzierungsformen. Direktkredite/-darlehen von Bürger*innen sind die am häufigsten berichtete genutzte alternative Finanzierungsform (im Zeitraum der letzten fünf Jahre). Als Unternehmensmodell folgt die Solidarische Landwirtschaft gemeinsam mit Crowdfunding an zweiter Stelle, Genossenschaften mit Bürger*innenbeteiligung und Genussrechten folgen gleichauf an dritter Stelle. Entscheidend für die Wahl alternativer Finanzierungsformen sind für einen Teil der Betriebe rein wirtschaftliche Kriterien, für andere Betriebe jedoch zusätzlich oder ausschließlich gesellschaftspolitisch-ideelle Kriterien (z.B. die Partizipation von Bürger*innen und Verbraucher*innen). Während sich die Befragung auf die Perspektive der Kapitalnehmer*innenseite fokussiert, wird im Rahmen der bevorstehenden vertiefenden Fallstudien auch die Perspektive der Kapitalgeber*innen beleuchtet werden.

Die Gesamtergebnisse der Befragung werden zeitnah auf der Webseite des BioFinanz-Projektes veröffentlicht.