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Beispiel erneuerbare Energien: Simulation von Raumnutzungskonflikten der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)


Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen stehen für wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Gerechtigkeit im Rahmen der ökologischen Grenzen unserer Erde. Das Beispiel erneuerbarer Energien zeigt, dass die Umsetzung dieser Ziele zu räumlichen Nutzungskonflikten führen kann: So gilt es beispielsweise Fragen der Biodiversität und des Artenschutzes, des Landschaftsbildes und der Abstandsbestimmung zu anderen Nutzungen wie Wohnen zu berücksichtigen.

Am 5. Juni überreichte Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, einen Förderbescheid zur Entwicklung eines Umsetzungskonzepts für ein Lernspiel, um solche Konflikte zu simulieren. Gemeinsam mit dem UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Siegmund Space & Education gGmbH wird das IfLS im Rahmen des Projektes „SDG:LaNuKon“ ein Konzept für eine entsprechende Lernanwendung entwickeln. Diese soll insbesondere junge Menschen, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende für eine nachhaltige regionale Entwicklung sensibilisieren und dabei helfen, Landnutzungskonflikte und Planungsprozesse zu verstehen.

Ob alleine oder in einem virtuellen Klassenzimmer: im Simulationstool soll der Ausbau erneuerbarer Energien simuliert werden und ökologische Folgen wie flächenhafter Biomasseanbau, der Zubau mit Windenergieanlagen o.ä. ebenso aufgezeigt werden, wie die ökonomischen Potenziale oder Treibhausgasemissionen.

Das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt SDG:LaNuKon wird von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg koordiniert. Die Aufgabe des IfLS wird es sein, regionale Daten zu einer noch auszuwählenden Modellregion für das Simulationskonzept bereitzustellen.

Kontaktpersonen am IfLS:

Dr. Ulrich Gehrlein (gehrlein[@]ifls.de) und Christoph Mathias (mathias[@]ifls.de)