18.10.2018

Am 11. und 12. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Großschutzgebiete...

09.10.2018

Unser diesjähriger Betriebsausflug vom 17.-18.09 führte uns in den Odenwald. An der Schnittstelle...

20.09.2018

Das CoAct-Projekt startet mit einer Veranstaltung in Friedrichshafen

Mit einer Auftaktveranstaltung in Friedrichshafen stellte sich am 12.09.2018 das CoAct-Projekt der Öffentlichkeit vor.

Im Rahmen des Projektes sollen die Voraussetzungen und Perspektiven zur Umwandlung von „Rest-Biomassen“ in Aktivkohle und Brennstoffe geklärt werden. Neben den Projektzielen informierten die Projektpartner über die technischen und umsetzungsbezogenen Herausforderungen. Für den Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen liegt der Reiz darin, die auf den Naturschutzflächen und im Obstbau oder ähnlichen Freiflächen anfallende Biomasse zusammenzuführen und in Wert zu setzen. Das Konsortium erhofft sich dadurch einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu leisten.

Im Rahmen des Projektes wir ein Realisierungskonzept für das CoAct-Verfahren erarbeitet. Dabei werden mittels Druck und Hitze (sog. hydrothermale Aufbereitung) „Rest-Biomassen“ in Fest- und Flüssigstoffe getrennt. Der entstehende Presssaft kann in einer Biogasanlage energetisch verwertet werden. Gleiches gilt für die Feststoffe, die zu Pellets gepresst werden. Ziel des Projektes ist es jedoch, die dabei ebenfalls entstehenden Pellets durch Pyrolyse zu Aktivkohle zu veredeln. Durch ihre wasserreinigende Wirkung kann diese beispielsweise zum Klären von Abwässern eingesetzt werden. Dadurch wird die Wertschöpfung, die aus Rest-Biomassen generiert werden kann, gesteigert und eine nachhaltige Quelle von Aktivkohle erschlossen.

Das IfLS trägt zur Entwicklung und Bewertung solcher Wertschöpfungsketten bei. Dabei sollen einerseits betriebswirtschaftliche Aspekte der Bereitstellung von Biomasse betrachtet werden. Des Weiteren analysiert das IfLS die regionalen Akteursnetzwerke. Partizipativ sollen anschließend Umsetzungsszenarien des CoAct-Verfahrens mit den relevanten Stakeholdern entwickelt werden.

Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren (Juli 2018 – Juni 2023) und wird von der Universität Kassel koordiniert. Darüber hinaus wirken sieben weitere Projektpartner aus den Bereichen Forschung, Privatwirtschaft oder der kommunalen Verwaltung an dem Projekt mit. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“.